Kalender
18:00 Uhr
Im Museum
Nach einem Grusswort von Regierungsrat Anton Lauber gibt Kurator Dominik Wunderlin zur Eröffnung der Ausstellung eine mit Anekdoten gespickte Einführung ins Thema. Anschliessend bietet sich die Möglichkeit, in der Ausstellung einen Augenschein zu nehmen oder sich beim Apéro in Fachgespräche zu vertiefen.
Bild: Sammlung Wunderlin

19:30 Uhr
Im Museum
Am 28. März 1966 starb im Tessin der bedeutende Baselbieter Bildhauer Jakob Probst (1880–1966), der in der ganzen Schweiz zahlreiche Werke hinterlassen hat. Zu seinem 60. Todestag gibt Tomas Lochman, der frühere Leiter der Skulpturhalle Basel, einen Überblick über Probsts Schaffen. Einen besonderen Akzent legt er dabei auf die Werke in Liestal. Zudem eröffnet Lochman spannende Perspektiven, indem er Probsts Werk mit jenem von August Suter (1887–1965) – dem zweiten wichtigen Baselbieter Bildhauer seiner Zeit – in Beziehung setzt.
Bild: Das Liestaler Wehrmannsdenkmal, geschaffen von Jakob Probst

11:00 Uhr
Im Museum
Erfahren Sie Überraschendes und Kurioses aus der Geschichte des Fremdenverkehrs in der Nordwestschweiz von dem Spezialisten auf diesem Gebiet!

19:30 Uhr
Im Museum
Burgdorf, 1988: Im Abstand von 29 Tagen kommen Freunde fürs Leben zur Welt. In einem farbig-verspielten Kabarettprogramm mit irrwitzigen Powerpoint-Höhenflügen und menschlichem Tiefgang erzählt Zumstein die Geschichte dieser von Krisen begleiteten Freundschaft und lässt dabei sogar den Nobelpreisträger Carl Spitteler zu Wort kommen.
Der Emmentaler Spoken-Word-Autor begeistert durch Texte voller Sprachwitz und überbordender Fabulierlust, aber auch durch kluge Pointen, und ist auf den Kleinkunstbühnen der ganzen Deutschschweiz anzutreffen. In Liestal hat sich der zweifache Poetry-Slam-Schweizermeister (2016 im Einzel, 2022 im Team mit Pesche Heiniger) auch als Rekordsieger des Dichter:innen-Slams unvergesslich gemacht.

19:30 Uhr
Im Museum
Gasthäuser mit Badebetrieb haben im Baselbiet eine lange Tradition; geblieben ist einzig Bad Ramsach. Ein wichtiges Zentrum des Bädertourismus war die Region Liestal mit dem Bubendörfer Bad und Schauenburg sowie nach 1850 mit dem Bienenberg und dem Falken an der Rheinstrasse. Ihr Erfolg basierte auf Solbadkuren, aber auch auf einem Angebot, das in der Belle Epoque selbst eine Kundschaft aus dem Ausland anlockte und Liestal bis zum Ersten Weltkrieg den Ruf eines internationalen Kurorts verlieh. Der Kulturhistoriker und Kurator Dominik Wunderlin zeichnet in seinem Vortrag die faszinierende Geschichte der Kurhäuser nach und zeigt Bilder, die Liestal als ungewohnt mondänen Ferienort präsentieren.

19:30 Uhr
Im Museum
Die Texte der Schriftstellerin (und Malerin) Adelheid Duvanel werden zuweilen mit denjenigen von Franz Kafka oder Ingeborg Bachmann verglichen. Dennoch hat diese literarische Ausnahmeerscheinung mit Baselbieter Wurzeln erst in den letzten Jahren durch drei Neueditionen wieder die ihr gebührende Aufmerksamkeit erfahren. Ihre Erzählungen faszinieren durch ihren subtilen, lakonischen und unverwechselbar eigenen Stil, während ihre Briefe die anrührende Tragik ihrer Biografie eindrucksvoll nachvollziehbar machen. Duvanel muss als eine der wichtigsten Wiederentdeckungen der deutschsprachigen Literatur dieses Jahrhunderts gelten. Wer ihr Werk noch nicht kennt, kann sich an diesem Abend begeistern lassen – und alle, die Duvanel bereits schätzen, werden ihre unverwechselbare literarische Stimme, kongenial verkörpert von der Liestaler Schauspielerin Regula Grauwiller, umso mehr geniessen.

19:30 Uhr
Im Museum
Peter Noll, Rechtsprofessor an der Universität Zürich, war kein Hochschullehrer, der sich in den Elfenbeinturm zurückzog. Der Strafrechtler brachte sich vielmehr in die zeitgenössischen Debatten ein. Er publizierte als erster zu den Landesverrätern im Zweiten Weltkrieg, was ein starkes Echo auslöste. Wer war dieser Jurist, der als Pfarrerssohn in Arlesheim aufwuchs und mit nur 56 Jahren an einer Krebserkrankung starb? Der Historiker Lorenz Degen beleuchtet unterhaltsam die Stationen und Spuren seines Wirkens.

19:30 Uhr
Im Museum
Die Baselbieter Spoken-Word-Künstlerin Daniela Dill – ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin des DISTL – bringt ihr brandneues, erstes abendfüllendes Solo-Programm nach Liestal. Mit pointierten, autofiktionalen Geschichten zeichnet sie ein lustvoll-ironisches Panorama familiärer Enttäuschungen, die sich über Generationen hinweg wiederholen. Dabei legt sie mit bissigem Humor die gängigen Erwartungen unserer Gesellschaft frei. Ein Abend voller Witz, Tiefgang – und Stoff zum Nachdenken.

19:30 Uhr
Im Museum
Der aus Liestal stammende Schauspieler und Dramatiker Kaspar Lüscher liest aus seinem ersten Roman. In prägnanten, kurzen Szenen schildert er das Leben zweier grundverschiedener Brüder: ihr gemeinsames Aufwachsen in Basel, ihre Konflikte, das Ringen um die Gunst des Vaters – und zeitweise um dieselbe Frau – sowie ihre Suche nach beruflicher Verwirklichung. Gleichzeitig verwebt der Autor persönliche Entwicklungen der beiden mit der Zeitgeschichte vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die 1970er-Jahre. Letztlich ist es eine uralte Geschichte: jene von Kain und Abel.

19:30 Uhr
Im Museum
In der Schweiz nahm die Eisenbahn erst mit Verspätung richtig Fahrt auf. Der künftige Verkehrsknotenpunkt Basel besass seit 1844 einen Anschluss ans französische Netz – zehn Jahre später dampfte der erste Zug nach Liestal. Nach weiteren vier Jahren war das Mittelland erreicht. Wie Liestal zu einem der ersten Bahnhöfe der Schweiz kam und wie sich der Kantonshauptort zur heutigen Drehscheibe der Mobilität entwickelte, sind Themen dieses Vortrags.
Fotografie: Theodor Strübin, 1951. Fotosammlung Archäologie und Museum Baselland, Liestal.
